Vermehrung der Stauden

Pflanzenvermehrung in den Wintermonaten

Während der Wintermonate, wenn der Verkauf weitgehend ruht, nutzen wir die Zeit, um uns intensiv der Vermehrung unserer Pflanzen zu widmen. Besonders im Staudenbereich werden jetzt wertvolle Sorten durch Teilung vermehrt.

Warum wir Stauden teilen

Die Teilung ist eine Form der vegetativen Vermehrung. Dabei bleiben alle positiven Eigenschaften der ursprünglichen Pflanze – also der Sorte – vollständig erhalten. Würde man dieselbe Sorte aussäen, entstünden viele unterschiedliche Pflanzen, deren Merkmale stark variieren können. Die besonderen Eigenschaften, die ein Züchter über viele Jahre durch sorgfältige Auslese entwickelt hat, würden dabei meist verloren gehen.

Zur vegetativen Vermehrung zählen neben der Teilung auch Stecklinge, Wurzelschnittlinge und die Veredelung. Sie alle haben gemeinsam, dass sie genetisch identische Nachkommen hervorbringen – ideal für hochwertige Sorten.

Ein Blick hinter die Kulissen: Vermehrung von Alchemilla erythropoda

Auf den Bildern sehen Sie, wie der kleine Frauenmantel (Alchemilla erythropoda) durch Teilung vermehrt wird. Eine kräftige Mutterpflanze wird dabei vorsichtig in mehrere Teilstücke zerlegt. Diese jungen Pflanzen werden anschließend weiter kultiviert – entweder im Topf oder im Freiland.

Sobald die Pflanzen gut eingewurzelt sind und beispielsweise einen vollständig durchwurzelten 9er‑Topf erreicht haben, gelten sie als verkaufsfertig. Vom Teilen bis zur fertigen Jungpflanze vergehen etwa sechs Monate.

Mutterpflanze Alchemilla erythropoda
Teilstücke Alchemilla erythropoda

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